• 107. Finkenstein

    Wenn wir golfen, nutzen wir meistens Angebote wie z.B. das Fairway2Hotel-Buch. Mit dem Kauf des Buches hat man eine Reihe von Gutscheinen für ganz viele Golfplätze, wo man zu zweit zum Preis von einem spielen kann. So viel wie wir spielen, macht das doch einiges aus. So wie bei allen Gutscheinaktionen sind natürlich nicht alle Plätze enthalten. Der Golfplatz in Finkenstein gehört zu jenen, wo wir den regulären Preis bezahlen müssen.

    Außer … ja außer es gibt eine Aktion vom Golfclub selbst. So gesehen im November 2025 und schwupp di wupp … hatte ich schon eine Runde gebucht und wir haben einen wunderbaren Herbsttag genossen.

    golf-finkenstein.at

  • 106. Kanada – Dinosaur Trail Drumheller

    Unsere zweite große Reise durch Kanada führte uns in den Westen. Auch dieses Mal mit einem Wohnmobil. Auch dieses Mal mit Zwischenstopp am Golfplatz.

    Hier in Drumheller in den Badlands von Alberta, Kanada, haben wir eine Landschaft vorgefunden, wie wir sie niemals zuvor gesehen haben. Der Golfplatz hat zwei ganz unterschiedliche Gesichter. Die ersten neun Löcher sind in einer baumreichen Parklandschaft angelegt, fast wie man sie bei uns finden könnte. Doch die Back-Nine sind unglaublich! Sie bieten eine spektakuläre Aussicht auf die Badlands und deren Felsformationen, die Hoodoos.

    Hier ist präzises Spiel gefordert. Auch wenn man aus dem Staunen nicht rauskommt, ist Konzentration gefragt, denn ein Ball ist schnell verloren.

    Aus Zeitgründen war es leider nicht möglich, den ganzen Platz zu spielen, so haben wir uns für die Back Nine entschieden. Denn dank meiner Recherche wussten wir, dass die Back Nine jene sind, wo wir die charakteristische Landschaft bewundern können. Die Front Nine sind sicher auch sehr schön, allerdings sind diese wie ein Parkkurs angelegt und bei weitem nicht so spektakulär wie die Back Nine.

    dinosaurtrailgolf.com

  • 105. Kanada – Banff

    Wer mich kennt, der weiß, dass es mich angesichts eines Golfplatzes sofort in den Fingern juckt. So auch als wir in Banff Station gemacht haben. Willi hat mir erzählt, dass er diesen Platz schon mehrfach gespielt hat und zwar in Österreich am Golfsimulator. So haben wir kurzerhand unser Programm ein wenig geändert und haben eine Golfrunde eingeschoben. Denn natürlich konnten wir daran nicht vorbeigehen.

    Der Fairmont Banff Springs Golfplatz bietet auf 27 Löchern eine spektakuläre Kulisse entlang des Bow River, eingerahmt von den Bergen Rundle und Sulphur. Der von Stanley Thompson entworfene Kurs verbindet historische Gestaltung mit anspruchsvollen Bahnen und einer atemberaubenden Aussicht.

    Vor der Runde haben wir uns ein wenig im Pro-Shop umgeschaut. Ich habe ein Shirt für Willi entdeckt. Zuerst hat er gezögert, doch dann hat er einen jungen Mann mit genau diesem Shirt gesehen. Es hat ihm gefallen und so hat er es gekauft. Umso größer war unser Erstaunen, dass genau dieser junge Mann dann am Tee 1 stand und mit uns gespielt hat.

    banffmountaingolf.com

  • 104.19 Lettland – Jurmala Golf

    Dies ist bislang wohl der nördlichste Platz, den wir gespielt haben. Wenn es möglich ist, einen Städtetrip mit einer Golfrunde zu verbinden … warum nicht?

    In der Karwoche haben wir Riga besucht. Natürlich interessieren wir uns auch für die Gegend, so sind wir auch zum Meer gefahren. Mir war nicht bewusst, dass Lettland so flach ist. Im April war die Landschaft noch relativ karg, doch der Golfplatz war schon geöffnet. Dass wir uns noch ganz am Beginn der Saison befunden haben, haben wir bei der Anreise gemerkt. Im Vorfeld wollten wir wissen, ob das Restaurant geöffnet ist. Nein, das war es nicht, so haben wir uns vorsorglich mit Baguette, Käse und einem guten Getränk versorgt. In der Früh war der Koch da, sodass wir ein vorzügliches Frühstück erhalten haben.

    Tatsächlich waren wir an dem Tag die einzigen Gäste. Umso ärgerlicher, dass wir vor unserer Runde auschecken sollten. Die diensthabende Rezeptionistin wusste es nicht besser. Also Frühstücken, Sachen packen und zur Rezeption zum Auschecken. Nur um dann dort von der Kollegin zu erfahren, dass wir doch noch im Zimmer bleiben dürfen, um nach der Runde noch zu duschen.

    Unsere Runde haben wir dann ein wenig hektisch begonnen, denn irgendwie habe ich meinen Handschuh auf dem Weg zum Abschlag verloren. Überraschend waren noch andere Golfer da, die nach uns abschlagen wollten, somit blieb keine Zeit zum Suchen. Also habe ich mir einen neuen Handschuh gekauft. Mit Hektik eine Runde zu beginnen ist niemals gut, so hat es ein wenig gedauert, bis wir ins Spiel gekommen sind.

    Der Platz selbst ist anspruchsvoll, gespickt mit Wasserhindernissen und Sandbunkern. So lebt die Herausforderung. Zwischendurch konnte ich sogar mein Regenschirmbild machen. Ich habe mir einen Regenbogen-Knirps zugelegt. Damit ich in Zukunft auch auf meinen Auslandsreisen die richtigen Regenschirm-Fotos machen kann. Dass es an dem Tag stürmisch gewesen ist, kann man auf dem Bild erkennen.

    Der neue Handschuh war aus wunderbarem feinem Leder und hatte nach ein paar Schlägen einen Riss. Tjo. Irgendwann haben wir es geschafft, uns auf die Runde zu konzentrieren und das Spiel zu genießen. Nach dem 9. Loch bin ich zum Pro-Shop gegangen, um den Handschuh zu reklamieren. Keiner da. Ich bin ins Zimmer gelaufen und dort lag mein eigener Handschuh ganz unschuldig und wartete drauf, mitgenommen zu werden. Nochmals Tjo.

    Nach der Runde konnte ich reklamieren und ich habe dann anstandslos einen neuen Handschuh bekommen. Das hat mich ein wenig versöhnt. Gemeinsam mit dem Kaffee und dem tollen Kuchen, den wir dann noch genießen konnten.

    Ich würde sagen, diese Runde gehört zu den aufregendsten – im ursprünglichen Sinn des Wortes – die ich je gespielt habe.

    jurmalagolf.com

  • 103.18 Kroatien – Golf Adriatic

    Ich weiß gar nicht genau, wie oft ich mit meinen Eltern gemeinsam in Umag auf Urlaub gewesen bin. Es sind jedenfalls mehrere Jahre, lang vor der Zeit, wo ich zu golfen begonnen habe.

    Kroatien verfügt nur über eine sehr überschaubare Anzahl von Golfplätzen. So können wir von Glück reden, dass sich einer der schönsten dieser Region auf unserem Weg nach Umag befindet.

    2024 war es endlich so weit. Wir haben uns wieder gemeinsam mit meinen Eltern auf die Reise gemacht und uns in Umag einquartiert. Direkt am Meer, nur wenige Meter zu Fuß, um ins wunderbare Nass zu springen. Ob ich nun unachtsam unterwegs gewesen bin, ob es das falsche Schuhwerk war, ob es einfach Pech gewesen ist oder ob ich es verhindern hätte können … ich weiß es nicht. Ich geh dahin und bummmm liege ich am Boden. Ein unsagbarer Schmerz im Knöchel, so dass ich gedacht habe, die Bänder sind ab. Und das, bevor ich überhaupt die Chance hatte, meine Zehen ins Wasser zu strecken.

    Glück im Unglück … es war nichts gebrochen oder gerissen, aber an Golf war in den kommenden Tagen nicht zu denken.

    Im Jahr darauf haben wir einen neuerlichen Versuch gewagt, dieses Mal ohne Eltern. Wir haben direkt im Golfhotel eingecheckt. Es war April, das Wetter durchwachsen, doch dies sollte uns nicht vom Spielen abhalten. Zwischendurch wurden wir sogar ein wenig nass. Durch den Wind wurde das Spiel nicht gerade leichter, doch dies störte uns nicht. Die Greens waren gesandet, damit hatten wir gleich ein paar Ausreden, wenn das Putten nicht so gut geklappt hat.

    golf-adriatic.com

  • 102.17 Belgien – Approach Golf Club

    Auf unserer Tour ging es weiter nach Belgien. Duch den Pitch and Putt – Kurs in den Niederlanden sind wir auf den Geschmack gekommen, es auch hier mit einem so kleinen Platz zu versuchen. Die Zeit, die wir zur Verfügung hatten, war doch recht kurz.

    Dieser Platz war dann sogar um einiges größer als der Pitch and Putt – Kurs in den Niederlanden und auch vergleichbar mit 3-Par-Golfplätzen bei uns. Die Schläger bekam man in einem Hüttchen, was allerdings dann wieder ein wenig an Minigolf erinnerte, ebenso wie die Scorekarte.  

    Wir haben jeder einen Schläger und gemeinsam einen Putter bekommen. Aber es waren insgesamt 12 Löcher mit Längen von 35 bis 70 Metern und somit doch mehr als Minigolf. Die Gesamtlänge war immerhin 586 Meter. An den Abschlägen lagen grüne Matten. Die mag ich persönlich nicht besonders, weil ich mir – wenn der Winkel nicht stimmt – schon das eine oder andere Mal an der Hand weh getan habe. Das führt dazu, dass ich dann nicht richtig abschlage, sondern eher verhalten.

    Der „richtige“ Golfplatz von Knokke-Zoute liegt ein paar Kilometer entfernt. Wenn man also den kleinen Bruder anfahren möchte, sollte man das im Navi richtig eingeben.

    Approach Golf Club